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Disease Awareness: NASH (nicht-alkoholische Steatohepatitis)

NASH – Die stumme Lebererkrankung

Fettlebererkrankungen haben in den vergangenen Jahrzehnten proportional zum Anstieg der Adipositas stark zugenommen.

Derzeit liegt die Prävalenz der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) in der Normalbevölkerung bei 14–27 %. (Quelle:https://www.aerzteblatt.de/archiv/160842/Nichtalkoholische-Fettlebererkrankung)

Was ist NASH und wie entsteht sie?
NASH, kurz für nicht-alkoholische Steatohepatitis, ist eine schwere, chronische Verlaufsform der nicht-alkoholischen Fettleber (NAFLD), die einerseits durch eine übermäßige Verfettung der Leber charakterisiert ist, andererseits durch entzündliche Reaktionen und Hepatozytenschäden mit oder ohne Fibrose. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten nicht alkoholinduzierten Lebererkrankungen in der westlichen Welt. Als sog. “stumme” Erkrankung verläuft die nicht-alkoholische Steatohepatitis über weite Strecken symptomfrei. Unbehandelt kann sich die NASH von einer Leberfibrose bis zur Leberzirrhose oder zu einem hepatozelluären Karzinom (HCC) entwickeln.

Die Erkrankung ist prinzipiell reversibel, allerdings ist eine komplette Remission nach heutigem Wissensstand nur bei einer Gewichtsreduktion von mindestens 3 bis 5 % möglich.

NASH Krankheitsprogression

Risikofaktoren – Wer ist besonders gefährdet?

Besonders häufig erkranken Menschen an NASH, die einen oder mehrere der folgenden Risikofaktoren aufweisen:

Der wichtigste Risikofaktor bei der Entstehung einer nicht-alkoholischen Steatohepatitis ist Adipositas, wobei sowohl ein hoher BMI als auch eine viszerale Adipositas das Risiko steigern. Eine NASH kann aber auch atypisch bei schlanken Menschen oder Kindern auftreten. In jüngerer Zeit wurde vor allem bei Jugendlichen und älteren Menschen eine starker Anstieg an NAFLD-Erkrankungen beobachtet, der Vorstufe von NASH (6). In einer australischen Kohorte stellte man bei Teenagern eine Prävalenz von 12,8 % fest, wobei der Wert für Mädchen mit 16,3% deutlich höher lag, als bei Jungen mit 10,1%. Bei einer holländischen Studie lag der Wert der NAFLD-Patienten bei 35% unter den durchschnittlich 76-Jährigen(7).

NASH-Patienten weisen eine hohe Prävalenz für Komorbiditäten auf: 82% aller NASH-Patienten sind übergewichtig oder adipös, über 40% leiden an Diabetes. Die nicht-alkoholische Steatohepatitis erhöht außerdem das Risiko zur Komorbidität mit dem metabolischen Syndrom.

Im Vergleich zur Normalbevölkerung weisen NASH-Patienten eine erhöhte Mortalität im Zusammenhang mit kardio-vaskulären Erkrankungen auf.

6 Ayonrinde OT, Olynyk JK, Beilin LJ, et al.: Gender-specific differences in adipose distribution and adipocytokines influence adolescent nonalcoholic fatty liver disease. Hepatology 2011; 53: 800–9. CrossRef MEDLINE
7 Koehler EM, Schouten JNL, Hansen BE, et al.: Prevalence and risk factors of non-alcoholic fatty liver disease in the elderly: Results from the Rotterdam study. J Hepatol 2012; 57: 1305–11. CrossRef MEDLINE.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/160842/Nichtalkoholische-Fettlebererkrankung
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