Schuppenflechte / Psoriasis Studienfinder

Schuppenflechte-Patienten kennen den Anblick von silbrig-weißen Schuppen bedeckter Haut. Da die Erkrankung häufig gut sichtbar an Armen und Beinen auftritt, kennen Betroffene auch das unangenehme Gefühl, angestarrt zu werden. Unwissende Mitmenschen fürchten sich vollkommen unbegründet vor Ansteckung oder empfinden den Anblick der erkrankten Haut als abstoßend. Für viele Patienten bedeutet Psoriasis deswegen selbst bei warmem Wetter hautbedeckende Kleidung zu tragen und auf den Schwimmbadbesuch zu verzichten.

Die auffällig veränderten Hautstellen jucken häufig, was als zusätzliche, #Fragebogenstarke Belastung empfunden wird. Neben der Haut können auch die Nägel oder die Gelenke betroffen sein.

Novartis führt derzeit verschiedene Studien zur Behandlung von Psoriasis durch. Anhand des Fragebogens unten erfahren Sie, ob eine der Studien für Sie geeignet sein könnte.

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Was ist Schuppenflechte / Psoriasis?

Die Schuppenflechte ist eine dauerhaft auftretende, entzündliche Erkrankung der Haut. Dabei bilden sich silbrig-weiße Schuppen auf der Hautoberfläche. Diese Schuppen bedecken darunterliegende, rötlich-entzündete Hautstellen, die sich scharf und gut sichtbar von der umliegenden, gesunden Haut abgrenzen. Die veränderten Hautareale werden auch als Plaques (franz.: Platte) bezeichnet. Daher wird die Erkrankung auch Plaque-Psoriasis genannt. Einzelne Plaque-Stellen können sich großflächig ausbreiten und große Teile der Haut bedecken. Bei besonders schweren Formen der Schuppenflechte kann die gesamte Haut befallen sein. Diese sog. Erythrodermie ist für Patienten lebensgefährlich.

Die Hautveränderungen bei Schuppenflechte kommen durch eine erhöhte Aktivität der obersten Hautschicht (Epidermis) zustande. Normalerweise erneuern sich die Zellen der Epidermis alle 28 Tage. Bei Schuppenflechte-Patienten findet diese Erneuerung der obersten Hautschicht 7 Mal schneller statt und erneuert sich alle 3-4 Tage. Durch dieses unkontrollierte und stark beschleunigte Wachstum der Hautzellen kommt es zu den typischen schuppigen Hautstellen. Bevorzugt treten sie an Armen und Beinen auf, können aber auch die Kopfhaut, Brust, Rücken oder Gesäß befallen. Bei vielen Psoriasis-Patienten (Psoriatikern) sind auch die Finger- und Fußnägel von der Erkrankung betroffen, die sich dann verfärben oder kleine Vertiefungen aufweisen.

Die entzündeten Hautstellen einer Schuppenflechte jucken oft stark. Der Juckreiz führt dazu, dass Patienten die Haut kratzen, was die bereits vorhandene Entzündung noch verstärken kann.

Plaque-Psoriasis ist eine Erkankung, die häufig schubweise auftritt. Während eines Schubs (akute Phase) treten die Krankheitsbeschwerden auf, gefolgt von unterschiedlich langen Zeiträumen mit wenigen oder ganz ohne Beschwerden.

Hier können Sie herausfinden, ob eine der Studien für Sie geeignet sein könnte:


Schuppenflechte kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten, von leicht, über mittelschwer, bis schwer. Außerdem gibt es verschiedene, teils seltene Formen von Schuppenflechte.

  • Psoriasis (vulgaris): bezeichnet die bekannteste und am häufigsten auftretende Form der Schuppenflechte mit den entzündlichen, schuppenden Hautveränderungen. Sie wird auch Plaque-Psoriasis genannt. Das französische Wort „Plaque“ bedeutet „Platte“ und bezeichnet im Zusammenhang mit Schuppenflechte die plattenförmige Hautveränderung.

Für Psoriasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis gibt es verschiedene Kategorien und Unterformen:

  1. Psoriasis Typ 1: Patienten, die vor dem 40. Lebensjahr erkranken.
  2. Psoriasis Typ 2: Patienten, die nach dem 40. Lebensjahr erkranken.
  3. Psoriasis geographica: besonders schwere Form der Schuppenflechte, bei der sich die Hautveränderungen großflächig ausbreiten und zusammenwachsen. Die Form dieser Areale kann den Umrissen einer Landkarte („geographica“) ähneln.
  4. Psoriasis punctata: spezielle Form der Schuppenflechte, bei der die Hautveränderungen die Größe eines Streichholzkopfes haben und sich in Form vieler kleiner Punkte („punctata“) vor allem auf Oberkörper und Rücken ausbreiten.
  5. Psoriasis inversa (Psoriasis intertriginosa) ist eine seltene Form der Psoriasis. Sie tritt nur dort auf, wo der Körper natürlicherweise größere Hautfalten bildet, also z.B. in den Achselhöhlen, an den Kniekehlen oder in der Gesäßfalte. Anders als bei den meisten anderen Formen von Schuppenflechte bilden sich bei Psoriasis inversa keine Schuppen. Daher wird sie oft zunächst mit einer Pilzerkrankung oder einem Ekzem verwechselt. Vor allem Pilzerkrankungen treten ebenfalls bevorzugt in Hautfalten auf.
  • Psoriasis-Arthritis: zusätzlich zur Haut sind die Gelenke und/oder Sehnenansätze betroffen. Dies ist bei ca. jedem 3-4. Schuppenflechte-Patienten der Fall. Dabei entstehen schmerzhafte Schwellungen an den Gelenken, die deren Beweglichkeit einschränken. Hautbeschwerden und Gelenkschmerzen können gleichzeitig auftreten, dies ist jedoch keineswegs immer der Fall. Bei der Psoriasis-Arthritis gibt es wiederum 3 verschiedene Varianten:
    1. Vor allem kleine Gelenke wie Zehen- und Fingergelenke sind betroffen.
    2. Vor allem große Gelenke wie Knie oder Schulter sind betroffen.
    3. Vor allem die Wirbelsäule ist betroffen (Rückenschmerzen).
  • Psoriasis pustulosa: es treten eitrige Pusteln überwiegend an den Handinnenflächen und Fußsohlen auf. Die Pusteln enthalten keine Bakterien und sind nicht ansteckend. Durch die entzündeten Fußsohlen haben die Betroffenen oft starke Schmerzen beim Gehen. Sind die Handflächen in Mitleidenschaft gezogen, schmerzt jeder Handgriff. Dadurch kann das Arbeiten für diese Patienten zeitweise unmöglich werden. Die Psoriasis pustulosa kann sich bei schwerem Verlauf auch auf den ganzen Körper ausweiten.

Man weiß heute, dass die Hautveränderungen nur den sprichwörtlich oberflächlichen Aspekt einer Schuppenflechte bedeuten. Die chronisch-entzündlichen Prozesse der Psoriasis beeinflußen viele Abläufe im Körper, u.a. auch das Immunsystem. Dadurch wird die Entstehung von weiteren Erkrankungen begünstigt. Im Rahmen einer deutschen Studie* konnte man beobachten, dass Psoriasis-Patienten etwa doppelt so häufig an Begleiterkrankungen leiden, wie Menschen ohne Schuppenflechte:

  • Entzündliche Darmerkrankungen: ca. 3,5 mal mehr Psoriatiker leiden an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa als Menschen ohne Psoriasis.
  • Metabolisches Syndrom: Übergewicht führt zum metabolischen Syndrom, von dem Psoriasis-Patienten zu 30 % häufiger betroffen sind als Menschen ohne Schuppenflechte.
  • Diabetes Typ 2: Psoriasis-Patienten erkranken etwa doppelt so häufig an Typ 2 Diabetes wie Menschen ohne Schuppenflechte.
  • Bluthochdruck: auch hier sind etwa doppelt so viele Psoriasis-Patienten betroffen wie Menschen ohne Schuppenflechte.
  • Depression: Schuppenflechte-Patienten leiden etwa doppelt so häufig an Depressionen wie Menschen ohne Psoriasis. Man vermutet, dass dies vor allem auf die psychische Belastung der Erkrankung zurückzuführen ist.

Ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen bedeutet jedoch nicht, dass Psoriatiker automatisch daran erkranken müssen. Trotzdem sollten sich Schuppenflechte-Patienten vorsorglich und regelmäßig auf Begleiterkrankungen hin untersuchen lassen. Denn je früher diese erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln.

*Augustin M, et al.: J Dtsch Dermatol Ges 2009; 8: 640–5.

Die Ursache für die Entstehung von Schuppenflechte ist bis heute nicht vollständig geklärt. Man weiß jedoch, dass erbliche (genetische) Faktoren und bestimmte Auslöser (Trigger) Psoriasis hervorrufen. Im Zusammenspiel lösen sie eine Autoimmunreaktion des Körpers aus. Das Immunsystem, das eigentlich nur fremde Krankheitserreger bekämpft, richtet sich gegen körpereigene Zellen, im Falle von Psoriasis gegen die eigentlich gesunden Hautzellen. Die Haut entzündet sich und reagiert mit übermäßig beschleunigtem Zellwachstum.

Nicht jeder Mensch, der eine genetische Veranlagung (Disposition) zur Schuppenflechte in sich trägt, wird auch tatsächlich krank. Die Krankheit tritt meist erst dann auf, wenn zusätzliche, belastende Faktoren im Leben hinzukommen. Diese Trigger können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein:

  • Infektionen & Krankheiten
  • Verletzungen, mechanische Reizung der Haut
  • Bestimmte Medikamente
  • Psychische Belastung & Stress
  • Genußmittel wie Alkohol & Nikotin (Rauchen)

Mehr über die Ursachen von Schuppenflechte erfahren Sie hier.

Bei der Behandlung von Schuppenflechte unterscheidet man grundsätzlich zwei Formen:

  • Lokaltherapie, also die äußerliche Behandlung der betroffenen Hautstellen mit Pflege- oder medikamentehaltigen Cremes, sowie die Lichttherapie (Phototherapie)
  • Systemische Behandlung, also die innerliche Behandlung mit Medikamenten in Form von Tabletten, Infusionen oder Spritzen.
    • Immunsuppressiva werden als Tabletten oder Infusionen verabreicht. Sie wirken auf das Immunsystem insgesamt ein und dämpfen seine Aktivität
    • Fumarsäure-Medikamente werden als Tablette verabreicht. Sie wirken zielgerichteter als Immunsuppressiva auf das Immunsystem ein, indem sie bestimmte Botenstoffe beeinflussen.
    • Retinoide (Vitamin-A-Säure) Medikamente werden i.d.R. als Tablette verabreicht und mit anderen Therapien kombiniert, z.B. mit einer Lichttherapie. Sie wirken auf die Hautzellen ein, indem sie die unkontrollierte Zellvermehrung hemmen. Frauen im gebährfähigen Alter dürfen diese Medikamente nicht einnehmen, da sie stark schädigend auf das ungeborene Kind wirken.
    • Biologika werden als Spritze verabreicht. Sie enthalten spezielle Eiweiße, sog. Antikörper, die sehr gezielt auf jene Prozesse des Immunsystems wirken, welche die Psoriasis hervorrufen. Biologika-Spritzen werden vor allem zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Psoriasis eingesetzt. Oft dürfen sie erst als Zweitlinientherapie verschrieben werden, also dann, wenn die Schuppenflechte mit herkömmlichen Medikamenten nicht zufriedenstellend behandelt werden konnte. Oder wenn die Therapie nicht vertragen wurde, bzw. andere Gründe gegen eine Behandlung mit herkömmlichen Medikamenten sprechen. Einige Biologika dürfen auch als Erstlinientherapie, also von Anfang an eingesetzt werden.

Ausführliche Informationen zur Behandlung von Schuppenflechte finden Sie hier

Die Forschung arbeitet ständig an der Entwicklung neuer Medikamente und an der Verbesserung bestehender Wirkstoffe. Derzeit führt Novartis verschiedene Studien zur Behandlung von Schuppenflechte durch. Für eine Teilnahme müssen bestimmte Bedingungen bei den Studienteilnehmern vorliegen, die genau festgelegt sind. Studienzentren können leider keine Ausnahme machen in Fällen, in denen nicht alle Bedingungen bei einem Studieninteressenten gegeben sind. Aus diesem Grund kann eine Studie nicht für jeden Psoriasis-Patienten geeignet sein.

Mehr zum Thema Studie als Therapieoption erfahren sie hier.

Eine Studie unterteilt sich immer in mehrere Phasen:

Voruntersuchungen: Hier wird nochmals im Detail geprüft, ob die Studie für die Patienten geeignet ist.

Behandlungsphase: Fallen die Voruntersuchungen positiv aus, beginnt die Behandlungsphase für den Studienteilnehmer. In bestimmten Abständen sind dazu auch Besuche am Studienzentrum (Visiten) notwendig.

Nachbeobachtungsphase: Nach Ende der Behandlungsphase wird der Gesundheitszustand weiterhin für eine gewisse Zeit beobachtet. Auch diese Untersuchungen finden am Studienzentrum statt.

Im allgemeinen Teil dieser Webseite finden Sie viele weitere Informationen zur Studienteilnahme. Sie finden u.a. Antworten auf die häufigsten Fragen und erfahren, was einen Studienteilnehmer bei Teilnahme an einer klinischen Studie erwartet.

Bei Interesse an einer Studienteilnahme können Sie mit Hilfe des Fragebogens zunächst eine grobe Einschätzung darüber erhalten, ob eine Studienteilnahme für Sie möglich sein könnte. Es werden dabei nur die gröbsten Teilnahmekriterien abgefragt und es müssen dazu keine persönlichen Daten angegeben werden. Das Testergebnis wird Ihnen sofort online mitgeteilt.

Sofern das Testergebnis positiv ausfällt, können Sie aus der Liste aller Studienzentren das Ihnen am nächsten gelegene Studienzentrum ermitteln. Alle Studienzentren sind über ein Onlineformular kontaktierbar und werden sich nach Kontaktaufnahme auf Wunsch entweder telefonisch oder per E-Mail bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Mit der Kontaktaufnahme kommt keine Studienteilnahme zustande und es entsteht auch keinerlei Verpflichtung für Sie. Auch aus einem Informationsgespräch am Studienzentrum entsteht keinerlei Teilnahmeverpflichtung. Eine Studienteilnahme ist nur möglich, wenn der Teilnehmer seine Einwilligung schriftlich auf einer speziellen Einwilligungserklärung gegeben hat.

Der Prüfarzt trifft gemeinsam mit dem Studienteilnehmer die Entscheidung über die Studienteilnahme.

Studien zur Schuppenflechte / Psoriasis:

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