Nesselsucht / Urtikaria Studienfinder

Es ist kein Zufall, dass die Brennnessel als Namensgeber für den unangenehmen Hautausschlag gewählt wurde, den eine Nesselsucht hervorruft. Wer schon einmal unter Urtikaria (von Urtica, lat. für Brennnessel) gelitten hat, kennt dieses schwer zu ertragende Gefühl, irgendwo zwischen Jucken und Brennen, das die Krankheit hervorruft.

Das Brennen und der extreme Juckreiz, den die Nesselsucht auslöst, werden als stark belastend empfunden. Ein permanenter Juckreiz kann auf Patienten ähnlich zermürbend wirken wie andauernde Schmerzen. Die Behandlung von Nesselsucht ist nicht immer einfach, manchmal lässt sich die Ursache für die Urtikaria nicht finden. Vor allem wenn die Beschwerden sehr heftig sind oder die Nesselsucht wiederholt auftritt (chronischer Verlauf), ist eine ärztliche Behandlung erforderlich.

Novartis führt derzeit drei Studien  zur Behandlung von Nesselsucht / Urtikaria durch. Anhand des Fragebogens unten, erfahren Sie, ob eine der Studien für Sie geeignet sein könnte.


Studien zur chronischen spontanen Urtikaria:

Was ist Nesselsucht / Urtikaria?

Als Nesselsucht oder Urtikaria bezeichnet man eine plötzlich auftretende Rötung und die Bildung von Quaddeln oder größeren Schwellungen der Haut. In den meisten Fällen werden die Beschwerden (Symptome) von heftigem Juckreiz begleitet. Der Ausschlag auf der Haut entsteht oft plötzlich und äußert sich durch stark juckende, klar abgrenzbare Erhebungen, die Mückenstichen sehr ähnlich sind.

Bei der Entstehung von Nesselsucht ist eine bestimmte Zelle im Körper von zentraler Bedeutung: die Mastzelle. Mastzellen sind Teil des menschlichen Immunsystems. Sie kommen an unterschiedlichen Stellen im Körper vor, u.a. in der Haut. Sie haben die Aufgabe „gefährliche“ Stoffe zu erkennen und durch Ausschüttung von Botenstoffen unschädlich zu machen. Einer der Botenstoffe, die die Mastzellen in ihrem Inneren speichern, ist das Histamin. Beim Auftreten einer Nesselsucht sind die Mastzellen sehr aktiv und schütten viel Histamin aus. Histamin sorgt bei Urtikaria für den kaum zu kontrollierenden Juckreiz. Das damit verbundene Kratzen, verstärkt die Rötung und die Schwellungen auf der Haut. Dadurch können Entzündungen an aufgekratzten Stellen entstehen. Die Ausdehnung der Quaddeln kann stark variieren, von Stecknadelkopfgröße bis hin zu handtellergroßen Schwellungen.

Zusätzlich zu diesem Ausschlag auf der Haut, kann es bei Nesselsucht auch zu sogenannten Angioödemen kommen. Angioödeme sind tiefere Hautschwellungen, die gerne im Gesicht oder an Händen und Füßen entstehen und schmerzhaft sein können. Vor allem wenn das Gesicht geschwollen ist, werden Angioödeme als große Belastung von den Betroffenen empfunden.

So plötzlich wie die Nesselsucht auftritt, so rasch kann sie auch wieder verschwinden. Dieses plötzliche Auftreten und Verschwinden der Nesselsucht kann auch die Diagnose beim Arzt erschweren, denn zum vereinbarten Arzttermin kann der Hautausschlag schon nicht mehr zu sehen sein.

Hier können Sie herausfinden, ob eine der Studien für Sie geeignet sein könnte:

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Weitere ausführliche Informationen zum Thema Nesselsucht finden Sie hier

Man unterscheidet zwei Arten von Nesselsucht / Urtikaria:

  • Akute Nesselsucht: die Beschwerden dauern weniger als sechs Wochen an, meist tritt sie nur über wenige Tage auf.
  • Chronische Nesselsucht: die Beschwerden dauern länger als sechs Wochen an und treten wiederholt auf. Die chronische Urtikaria unterteilt sich zusätzlich noch in zwei Gruppen:
    • Induzierbare Urtikaria: die Nesselsucht kann gezielt ausgelöst werden, z.B. durch Hitze- oder Kältereiz, oder den Kontakt mit Wasser.
    • Chronische spontane Urtikaria (csU): es lässt sich kein spezieller Auslöser für die Nesselsucht finden. Diese Form der Nesselsucht kann über mehrere Jahre andauern und stellt für Betroffene eine große Belastung dar.

Für viele Patienten und Ärzte ist es eine echte Herausforderung, die Ursache für die Nesselsucht zu bestimmen. Häufig kommen viele Auslöser in Betracht:

  • äußerliche Reize wie Hitze, Kälte, Licht, Druck oder Vibration
  • histaminhaltige Lebensmittel
  • Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln
  • Autoimmunreaktionen
  • Medikamente
  • Krankheiten wie Nebennierenschwäche, oder Schilddrüsenüberfunktion
  • psychische Belastung, Stress

Die meisten Auslöser bewirken, dass die Mastzellen (s. „Was ist Nesselsucht/Urtikaria?“) Histamin ausschütten. Dadurch kommt es zu den typischen Nesselsucht Symptomen. Aktuell gibt es noch keine Medikamente, mit denen die Ursache von Urtikaria behandelt werden kann. Verfügbare Behandlungen lindern lediglich die Symptome der Nesselsucht. Eine Urtikaria-Therapie verläuft je nach Behandlungserfolg in verschiedenen Stufen:

Stufe 1 – Antihistaminika = Medikamente, die das Histamin im Körper binden und so die Nesselsucht Symptome abschwächen oder unterdrücken.

Stufe 2 – Dosiserhöhung: reicht die Behandlung in Stufe 1 nicht aus, kann die Dosis des Antihistaminikums bis auf das Vierfache gesteigert werden.

Stufe 3 – Zusätzliche Medikamente, ja nachdem welche Beschwerden trotz Behandlung in Stufe 2 noch bestehen. So können Patienten z.B. kurzzeitig mit Kortison behandelt werden.

Die Forschung arbeitet ständig an der Entwicklung neuer Medikamente oder an der Verbesserung bestehender Wirkstoffe. Für die chronische spontane Urtikaria (csU) führt Novartis derzeit verschiedene Studien zur Behandlung von Urtikaria durch. Für Patienten, deren aktuelle Therapie nicht ausreicht, kann eine Studienteilnahme eine mögliche Behandlungsalternative darstellen. Allerdings müssen bestimmte Bedingungen bei den Studienteilnehmern vorliegen, die genau festgelegt sind. Studienzentren können leider keine Ausnahme machen, wenn nicht alle Bedingungen bei einem Studieninteressenten gegeben sind. Aus diesem Grund kann eine Studie nicht für jeden Nesselsucht-Patienten geeignet sein.

Mehr zum Thema Studie als Therapieoption erfahren sie hier.

Eine Studie unterteilt sich immer in mehrere Phasen:

Voruntersuchungen: Hier wird nochmals im Detail geprüft, ob die Studie für die Patienten geeignet ist.

Behandlungsphase: Fallen die Voruntersuchungen positiv aus, beginnt die Behandlungsphase für den Studienteilnehmer. In bestimmten Abständen sind dazu auch Besuche am Studienzentrum (Visiten) notwendig.

Nachbeobachtungsphase: Nach Ende der Behandlungsphase wird der Gesundheitszustand weiterhin für eine gewisse Zeit beobachtet. Auch diese Untersuchungen finden am Studienzentrum statt.

Im allgemeinen Teil dieser Webseite finden Sie viele weitere Informationen zur Studienteilnahme. Sie finden u.a. Antworten auf die häufigsten Fragen und erfahren, was einen Studienteilnehmer bei Teilnahme an einer klinischen Studie erwartet.

Bei Interesse an einer Studienteilnahme, können Sie mit Hilfe des Fragebogens zunächst eine grobe Einschätzung darüber erhalten, ob eine Studienteilnahme für Sie möglich sein könnte. Es werden dabei nur die gröbsten Teilnahmekriterien abgefragt, und es müssen dazu keine persönlichen Daten angegeben werden. Das Testergebnis wird Ihnen sofort online mitgeteilt.

Sofern das Testergebnis positiv ausfällt, können Sie aus der Liste aller Studienzentren, das Ihnen am nächsten gelegene Studienzentrum ermitteln. Alle Studienzentren sind über ein Onlineformular kontaktierbar und werden sich nach Kontaktaufnahme auf Wunsch entweder telefonisch oder per Email bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Mit der Kontaktaufnahme kommt keine Studienteilnahme zustande und es entsteht auch keinerlei Verpflichtung für Sie. Auch aus einem Informationsgespräch am Studienzentrum entsteht keinerlei Teilnahmeverpflichtung. Eine Studienteilnahme ist nur möglich, wenn der Teilnehmer seine Einwilligung schriftlich auf einer speziellen Einwilligungserklärung gegeben hat. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Studie trifft der Prüfarzt.

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