Chronische Rückenschmerzen bei Morbus Bechterew

Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Beschwerden an der Wirbelsäule länger als 3 Monate anhalten. Manchmal kann sich hinter den Schmerzen eine entzündlich-rheumatische Erkrankungen verbergen: Morbus Bechterew (auch ankylosierende Spondylitis oder AS genannt).

Die ASTRUM-Studie ist für Erwachsene mit Morbus Bechterew, die unter ihrer derzeitigen Behandlung weiterhin Beschwerden wie zum Beispiel Rückenschmerzen haben. Unter anderem soll in der Studie untersucht werden, ob Patienten weniger Schmerzmittel einnehmen können, wenn sie mit dem neuem Medikament AIN457 behandelt werden.

Hier können Sie herausfinden, ob die Studie für Sie geeignet sein könnte.

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Morbus Bechterew ist eine entzündliche Erkrankung, die meistens die Wirbelsäule betrifft und oft mit starken Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit verbunden ist.

Die Krankheit beginnt schleichend mit immer stärker werdenden Rückenschmerzen, oft sind die Schmerzen im unteren Rücken und im Gesäß besonders stark. Häufig wird Morbus Bechterew in diesem frühen Stadium nicht erkannt, weil bei Schmerzen im Rücken zunächst eine orthopädische Ursache (z. B. „verhoben“, „verrenkt“) vermutet wird.

Die meisten Patienten fühlen sich insbesondere morgens nach dem Aufstehen „versteift“ und können sich nur eingeschränkt bewegen („Morgensteifigkeit“). In der Regel bessern sich diese Beschwerden bei Bewegung und sind in Ruhe stärker ausgeprägt. Oft wachen die Patienten auch nachts mit starken Rückenschmerzen auf und müssen sich bewegen, damit sich die Schmerzen bessern.

Eine Ursache für die Entstehung des Morbus Bechterew ist eine Entzündung durch eine übermäßige Aktivität des Immunsystems.

Diese Entzündung kann man zuerst mit Magnetresonanztomografie (MRT) sehen. Später werden die Entzündungsherde auch im Röntgenbild sichtbar. Zusätzlich kann es bei Morbus Bechterew zu einer knöchernen Verwachsung der Wirbelkörper kommen, die ebenfalls im Röntgenbild sichtbar ist. Diese Verwachsung versteift die Wirbelsäule auf Dauer. Die Krankheit zeigt sich äußerlich häufig durch eine gebückte Haltung der Patienten.

In frühen Stadien der Erkrankung wird meist nicht an eine rheumatologische Ursache wie Morbus Bechterew gedacht, weil Rückenschmerzen als „Volkskrankheit“ gelten. Bei vielen Patienten wird erst nach einer Untersuchung beim Rheumatologen die richtige Diagnose gestellt, oft viele Jahre nach Beginn der ersten Beschwerden.

Untersucht wird der Wirkstoff AIN457 (Secukinumab). AIN457 ist ein Antikörper (ein Eiweiß) gegen einen Botenstoff des Immunsystems, der bei Patienten mit Morbus Bechterew vermehrt ausgeschüttet wird und an der Bildung der Erkrankung beteiligt ist.

AIN457 ist in Deutschland für die Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver ankylosierender Spondylitis zugelassen. In dieser Studie nach Marktzulassung (Phase IV) soll unter anderem untersucht werden, ob die Einnahme von Schmerzmitteln (wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac) verringert werden kann, wenn das neue Medikament eingenommen wird.

Die ASTRUM-Studie gliedert sich in

  • Voruntersuchungsphase (max. 10 wochen) – um festzustellen, ob alle Voraussetzungen zur Teilnahme an der Studie erfüllt sind
  • Behandlungsphase (20 Wochen)
  • Nachbeobachtungsphase (4 Wochen)

Während der Behandlungsphase, die 20 Wochen dauert, erhalten die Patienten zunächst entweder das Medikament AIN457 oder ein Placebo (Scheinmedikament). Die Zuteilung der Behandlung mit dem Medikament AIN457 bzw. Placebo ist zufällig. Weder der Arzt noch der Patient weiß, wie die Zuteilung ist (sog. „verblindete“ Studie). Ab der 16. Woche erhalten alle Patienten das Medikament AIN457.


Nach einem Monat in der Studie sollen die Patienten die Einnahme von Schmerzmitteln verringern, soweit es ihre Schmerzen zulassen. Der Arzt und das Studienteam werden dazu genaue Informationen geben.

Die Teilnahme an einer Studie verläuft ähnlich wie ein Arztbesuch. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden stehen dabei immer an erster Stelle. Deshalb werden Sie während der gesamten Studie engmaschig von Ihrem Prüfarzt und dem Studienteam betreut. Sie besuchen Ihren Prüfarzt an einem Studienzentrum (z.B. eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus; eine Liste der teilnehmenden Zentren finden Sie weiter unten auf der Seite) in genau definierten Abständen.


Bei den Arztbesuchen werden Blutdruck und Puls bestimmt, allgemeine körperliche Untersuchungen durchgeführt sowie Blut- und Urinproben genommen. Zudem werden die Patienten gebeten, Fragebögen zu ihren Beschwerden auszufüllen und ein Patiententagebuch über ihre Schmerzmittel-Einnahme zu führen. Für die Besuche am Studienzentrum werden den Studienteilnehmern die Fahrtkosten erstattet.

Im allgemeinen Teil dieser Webseite finden Sie viele weitere Informationen zur Studienteilnahme. Sie finden u.a. Antworten auf die häufigsten Fragen und erfahren, was einen Studienteilnehmer bei Teilnahme an einer klinischen Studie erwartet.

Die Studie könnte für Sie geeignet sein, wenn

  • Sie über 18 Jahre alt sind,
  • bei Ihnen eine Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis, AS) festgestellt wurde,
  • bei Ihnen trotz einer Behandlung mit Schmerzmitteln (“nicht-steroidale Antirheumatika” wie z. B. Ibuprofen oder Diclofenac) oder Biologika (z.B. “TNF-alpha Inhibitoren” wie Adalimumab oder Etanercept) weiterhin Beschwerden wie z.B. Schmerzen vorliegen.

Über die genauen Ein- und Ausschlusskriterien für die ASTRUM-Studie informiert der Studienarzt eines Studienzentrums, der auch gemeinsam mit dem Patienten über die Teilnahme an der Studie entscheidet.

Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie sich an die unten genannten Studienzentren wenden. Sollte kein Zentrum in Ihrer Nähe gelistet sein, wenden Sie sich bitte an den medizinischen Infoservice der Novartis Pharma GmbH, da noch weitere Zentren in Planung sind.

Bitte nennen Sie bei Kontaktaufnahme das Kennwort “ASTRUM”

Novartis Medizinischer Infoservice

Roonstraße 25, 90429 Nürnberg

Tel.: 08 00-843 66 33 (kostenlos)

Servicezeiten: Montag-Freitag von 8-18 Uhr

E-Mail: infoservice.novartis@novartis.com

Studienzentren in Ihrer Nähe

Hier finden Sie eine Übersicht aller aktuellen Studienzentren. Sollte kein Zentrum in Ihrer Nähe gelistet sein, wenden Sie sich bitte an den medizinischen Infoservice der Novartis Pharma GmbH (siehe “Wie kann ich Kontakt aufnehmen”), da noch weitere Zentren in Planung sind.

PLZ Bereich 0

01307 Dresden

Prof. Dr. med. Martin Aringer

Universitätsklinikum Dresden

03042 Cottbus/Branitz

Dr. med. Mario Sutowicz

Rheuma Research Lausitz GmbH

04103 Leipzig

Prof. Dr. med. Ulf Wagner

Universitätsklinikum Leipzig AöR

04109 Leipzig

Dipl-Med. Ruth Nischik

Medamed Studienambulanz

09126 Chemnitz

Dr. med. Gabriele Lorenz

MVZ AGILOMED

09599 Freiberg

Dr. med. Michael Müller

Praxis Dr. med. Michael Müller und Dr. med. Erna Müller

PLZ Bereich 1

10117 Berlin

Prof. Dr. med. Gerd Burmester

Charité Universitätsmedizin Berlin

12161 Berlin

PD Dr. med. Jan Brandt-Jürgens

Rheumatologische Schwerpunktpraxis im Ärztehaus am Walter-Schreiber-Platz

12163 Berlin

Dr. med. Kirsten Karberg

Praxis für Rheumatologie und Innere Medizin

13055 Berlin

Dr. med. Silke Zinke

Rheumapraxis Zinke

13125 Berlin

Prof. Dr. med. Andreas Krause

Immanuel Krankenhaus Berlin Rheuma-Klinik Berlin Buch

14059 Berlin

Prof. Dr. med. Rieke Alten

Schlosspark Klinik

18209 Bad Doberan

Prof. Dr. med. Gunther Neeck

Rheumazentrum

PLZ Bereich 2

22081 Hamburg

Prof. Dr. med. Jürgen Wollenhaupt

Schön Klinik Hamburg-Eilbek

22143 Hamburg

Dr. med. Rene Martz

Clinical Research Hamburg GmbH

22415 Hamburg

Dr. med. Georg Dahmen

Praxis für klinische Studien

22767 Hamburg

Dr. med. Peer Malte Aries

Rheumatologie am Struenseehaus

23538 Lübeck

Prof. Dr. med. Peter Lamprecht

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

24768 Rendsburg

Dr. med. Jochen Walter

Rheumatologische Schwerpunktpraxis Rendsburg

25335 Elmshorn

Dr. med. Helge Körber

Asklepios Gesundheitszentrum Elmshorn

PLZ Bereich 3

37077 Göttingen

PD Dr. med. Susann Patschan

Universitätsmedizin Göttingen

39104 Magdeburg

Dr. med. Maren Sieburg

Praxis Dr.Sieburg

39110 Magdeburg

Prof. Dr. med. Ruediger Möricke

Institut für Präventive Medizin & Klinische Forschung GbR

PLZ Bereich 4

42105 Wuppertal

Dr. med. Astrid Thiele

Krankenhaus St. Josef

44649 Herne

Prof. Dr. med. Jürgen Braun

St. Josefs-Krankenhaus

48324 Sendenhorst

Prof. Dr. med. Michael Hammer

St. Josef-Stift Sendenhorst

PLZ Bereich 5

51149 Köln-Porz

Prof. Dr. med. Johannes Strunk

Krankenhaus Porz am Rhein gGmbH

54292 Trier

Prof. Dr. med. Stefan Weiner

Krankenhaus der Barmherzigen Brüder

PLZ Bereich 6

60528 Frankfurt am Main

Dr. med. Frank Behrens

CIRI Centrum für innovative Diagnostik und Therapie Rheumatologie/Immunologie GmbH am Klinikum der J.W. Goethe Universität

66111 Saarbrücken

Dr. med. Werner A. Biewer

Rheumafachpraxis

66346 Püttlingen/Saar

Dr. med. Ulrich Prothmann

Knappschaftsklinikum Saar GmbH

69120 Heidelberg

Dr. med. Regina Max

Universitätsklinikum Heidelberg

PD Dr. med. Bernhard Heilig

Rheumapraxis Heilig

PLZ Bereich 7

70372 Stuttgart

Markus Röser

Rheumatologische Schwerpunktpraxis

79106 Freiburg

Dr. med. Stephanie Finzel

Universitätsklinikum Freiburg

PLZ Bereich 8

81541 München

Prof. Dr. med. Klaus Krueger

Praxiszentrum St. Bonifatius

81675 München

Dr. med. Klaus Thürmel

Universitätsklinikum der TU München

PLZ Bereich 9

90443 Nürnberg

Dr. med. Enijad Sahinbegovic

Medic-Center Nürnberg Schöll & Kollegen

91056 Erlangen

Dr. med. Florian Schuch

Gemeinschaftspraxis

95444 Bayreuth

Dr. med. Wolfgang Ochs

Rheumapraxis Ochs

Novartis ist der Sponsor der Studie.
Die Studie ist von der Ethikkommission genehmigt bzw. bei den zuständigen Behörden angezeigt.

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