Lungenkrebs Studienfinder

Knapp 40.000 Menschen pro Jahr erkranken in Deutschland an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)*. Eine Diagnose die für viele Betroffene mit großer Angst verbunden ist. Lungenkarzinome sind bösartige Tumore, die in fast 90% aller Fälle durch aktives oder passives Rauchen verursacht werden.

Männer sind mit 60% aller Erkrankten, deutlich häufiger betroffen als Frauen. Lungenkrebs ist bei Männern die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebsart.

Da sich Lungenkrebs ausbreiten und Tochtergeschwüre (Metastasen) bilden kann, ist das frühe Erkennen der Erkrankung besonders wichtig. Denn meist kann Lungenkrebs nur in einem frühem Stadium operativ entfernt werden, was die besten Heilungschancen für Lungenkrebs-Patienten bietet.

Novartis führt derzeit verschiedene Studien zur Behandlung von Lungenkrebs durch. Anhand des Fragebogens unten, erfahren Sie, ob eine der Studien für Sie geeignet sein könnte.

* Quelle: Statistik des Zentrums für Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts

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Studien zu NSCLC-Lungenkrebs:

 Was ist Lungenkrebs?

Über die Atmung versorgt die Lunge den menschlichen Körper mit Sauerstoff. An der Atmung sind, neben der Lunge, noch viele weitere Organe im Körper beteiligt, vor allem Nase, Rachen, Luftröhre, sowie Brust- und Zwerchfell. Um das empfindliche Lungengewebe vor Schadstoffen in der Atemluft zu schützen, ist die Innenseite der Atemwege mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Wenn die Zellen der Schleimhaut beginnen unkontrolliert zu wachsen, entsteht ein Lungentumor. Lungenkrebs kann sich sehr rasch entwickeln und bei seiner Ausbreitung leicht auf die Lymphknoten übergreifen. Daher ist die Gefahr bei einem Lungentumor besonders groß, dass der Krebs streut. Haben sich bereits Metastasen gebildet, spricht man von metastasiertem oder fortgeschrittenem Lungenkrebs.

Grundsätzlich kann es jeden treffen, Bronchialkarzinome treten auch bei Nichtrauchern auf. Auch Menschen die nur wenig geraucht haben in ihrem Leben und das Rauchen frühzeitig wieder aufgegeben haben, können an Lungenkrebs erkranken. Trotzdem ist die Wahrscheinlichkeit, als Raucher an Lungenkrebs zu erkranken, sehr viel höher, als bei Nichtrauchern. Schätzungsweise 90% aller Lungenkrebsfälle sind Folge des Rauchens.

Zu wissen, mit welcher Form von Lungenkrebs man es zu tun hat, ist für die Behandlung eines Bronchialkarzinoms von entscheidender Bedeutung. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Lungenkrebs:

  • Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs – NSCLC (non-small cell lung cancer): häufigste Form des Lungenkrebs, die in frühem Stadium meist operativ behandelt werden kann. Man unterscheidet weitere Unterformen:
    • Adenokarzinom: der Tumor siedelt sich bevorzugt an drüsenartigen Organen an (adeno, griech. Drüse)
    • Plattenepithelkarzinom: der Tumor tritt in der obersten Zellschicht der Bronchien auf.
    • Großzelliges Karzinom: seltene Tumorform, entsteht vermutlich aus Adenokarzinomen und/oder Plattenepithelkarzinomen.
    • Nicht spezifizierbare Form: nicht-kleinzellige Form, die keiner der oben erwähnten Formen entspricht.
  • Kleinzelliger Lungenkrebs – SCLC (small cell lung cancer): seltene, schnell wachsende Form des Lungenkrebs, bei welcher man zwei Stadien unterscheidet: begrenztes Erkrankungsstadium und erweitertes Erkrankungsstadium. SCLC kann seltener operativ behandelt werden.

Meist wird Lungenkrebs eher beiläufig entdeckt, denn die typischen Beschwerden kennen die Betroffenen meist im Zusammenhang mit harmlosen Erkrankungen. Bei Husten, denkt man zunächst völlig zu recht erst einmal an eine Erkältung. Wenn der Husten allerdings zum Dauerzustand wird, sollten Betroffene hellhörig werden. Chronischer Husten ist immer ein Warnsignal und kann ein Indiz für eine Lungenkrebserkrankung sein.

Meist wird ein Bronchialkarzinom zunächst auf dem Röntgenbild entdeckt. Weitere bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT), Gewebeproben (Biopsien) sowie molekulargenetische Verfahren werden genutzt um die Diagnose zu bestätigen, oder genauer zu machen. Die Präzisierung der Diagnose ist vor allem für die Wahl der Behandlung sehr wichtig. So können z.B. bestimmte Biomarker dabei helfen, das geeignetste Medikament für die Behandlung zu bestimmen. Mehr zum Einsatz von Biomarkern bei Lungenkrebs erfahren Sie hier.

Erst wenn Art und Krankheitsstadium des Lungentumors bestimmt wurden, können Empfehlungen für die Behandlung ausgesprochen werden. In ca. 85% aller Fälle sind Patienten von einem NSCLC, also nicht-kleinzelligen Lungenkrebs betroffen. Dabei ist das oberste Ziel einer jeden Lungenkrebs-Therapie, den Patienten zu heilen. Je nach Alter und Gesundheitszustand des Patienten, Art und Größe des Tumors und Krankheitsstadium gibt es folgende Therapiemöglichkeiten:

  • Operation: die chirurgische Entfernung des Tumors gilt immer dann als Mittel der Wahl, wenn Größe und Lage des Tumors eine Operation zulassen.
  • Bestrahlung: wird meist zusätzlich zu Operation oder Chemotherapie eingesetzt.
  • Chemotherapie: Medikamente die auf das Tumorwachstum einwirken. Sie wirken jedoch nicht nur auf das Tumorgewebe sondern auch auf gesunde Zellen und haben oft starke Nebenwirkungen.
  • Immunonkologische Therapien: neuester Therapieansatz in der Krebsforschung, bei welchem das Immunsystem des Patienten bei der Bekämpfung des Krebs aktiviert wird.

Weitere Informationen zu Lungenkrebsdiagnose und –therapie erhalten Sie hier

Ist die Lungenkrebsbehandlung (Operation, Chemotherapie) abgeschlossen, fühlen sich die meisten Patienten vom Krebs geheilt. In dieser Situation ist es nur allzu verständlich, dass man mit dem Lungenkrebs abschließen und nach vorne blicken möchte. Allerdings tritt bei 50% aller ehemaligen NSCLC-Patienten die Erkrankung innerhalb von 5 Jahren nach der Operation wieder auf. Das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) ist bei Lungenkrebs also vergleichsweise hoch. Aber warum ist das so, wo doch die operative Entfernung des Tumors als wirksamste Methode der Krebsbekämpfung gilt?

Auch wenn der Lungentumor erfolgreich behandelt werden konnte, können einzelne Krebszellen im Körper zurückbleiben. Diese können dann ein erneutes Tumorwachstum auslösen. Solche einzelnen Krebszellen können nach einer Operation durch eine zusätzliche Nachsorgetherapie (adjuvante Therapie) behandelt werden. Ähnlich wie bei der Behandlung des ursprünglichen Tumors selbst, können auch bei der adjuvanten Therapie verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen, z.B. eine Chemotherapie oder Bestrahlung.

Ausführliche Informationen zur Kontrolle & Nachsorge bei Lungenkrebs finden Sie hier

Die Forschung arbeitet ständig an der Entwicklung neuer Medikamente und an der Verbesserung bestehender Wirkstoffe. Derzeit führt Novartis verschiedene Studien zur Behandlung von Lungenkrebs durch. Für Patienten kann eine Studienteilnahme eine mögliche Therapiealternative darstellen. Allerdings müssen bestimmte Bedingungen bei den Studienteilnehmern vorliegen, die genau festgelegt sind. Studienzentren können leider keine Ausnahme machen in Fällen, in denen nicht alle Bedingungen bei einem Studieninteressenten gegeben sind. Aus diesem Grund kann eine Studie nicht für jeden Lungenkrebs-Patienten geeignet sein.

Mehr zum Thema Studie als Therapieoption erfahren sie hier.

Eine Studie unterteilt sich immer in mehrere Phasen:

Voruntersuchungen: Hier wird nochmals im Detail geprüft, ob die Studie für die Patienten geeignet ist.

Behandlungsphase: Fallen die Voruntersuchungen positiv aus, beginnt die Behandlungsphase für den Studienteilnehmer. In bestimmten Abständen sind dazu auch Besuche am Studienzentrum (Visiten) notwendig.

Nachbeobachtungsphase: Nach Ende der Behandlungsphase wird der Gesundheitszustand weiterhin für eine gewisse Zeit beobachtet. Auch diese Untersuchungen finden am Studienzentrum statt.

Im allgemeinen Teil dieser Webseite finden Sie viele weitere Informationen zur Studienteilnahme. Sie finden u.a. Antworten auf die häufigsten Fragen und erfahren, was einen Studienteilnehmer bei Teilnahme an einer klinischen Studie erwartet.

Bei Interesse an einer Studienteilnahme, können Sie mit Hilfe des Fragebogens zunächst eine grobe Einschätzung darüber erhalten, ob eine Studienteilnahme für Sie möglich sein könnte. Es werden dabei nur die gröbsten Teilnahmekriterien abgefragt, und es müssen dazu keine persönlichen Daten angegeben werden. Das Ergebnis wird Ihnen sofort online mitgeteilt.

Sofern das Ergebnis positiv ausfällt, können Sie aus der Liste aller Studienzentren, das Ihnen am nächsten gelegene Studienzentrum ermitteln. Alle Studienzentren sind über ein Onlineformular kontaktierbar und werden sich nach Kontaktaufnahme auf Wunsch entweder telefonisch oder per Email bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Mit der Kontaktaufnahme kommt keine Studienteilnahme zustande und es entsteht auch keinerlei Verpflichtung für Sie. Auch aus einem Informationsgespräch am Studienzentrum entsteht keinerlei Teilnahmeverpflichtung. Eine Studienteilnahme ist nur möglich, wenn der Teilnehmer seine Einwilligung schriftlich auf einer speziellen Einwilligungserklärung gegeben hat.

Der Prüfarzt trifft gemeinsam mit dem Studienteilnehmer die Entscheidung über die Studienteilnahme.

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