Lungenhochdruck (PAH)

In diese Studie können erwachsene Patient*innen bis 75 Jahre aufgenommen werden, die an Lungenhochdruck bzw. pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH) leiden.

Was ist Lungenhochdruck, bzw. pulmonal-arterielle Hypertonie?

Bei pulmonal-arterieller Hypertonie, abgekürzt PAH, handelt es sich um eine seltene Erkrankung der Lunge. Durch verengte Blutgefäße in der Lunge herrscht ein erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf. Von einer pulmonal-arteriellen Hypertonie spricht man, wenn die Arterien betroffen sind. Diese transportieren das Blut von der rechten Herzhälfte in die Lunge, was insbesondere auf das rechte Herz Auswirkungen hat.

Die genaue Ursache einer pulmonal-arteriellen Hypertonie ist bisher noch nicht vollständig erforscht. Durch bestimmte Umbauvorgänge in der Gefäßstruktur der Lungengefäße, kommt es zu einer Verengung der Blutgefäße, die vom Herzen weg in die Lunge führen. Dadurch erhöht sich der Widerstand für den Blutkreislauf. In der Folge muss das Herz mehr Pumpleistung erbringen, um eine ausreichende Blutmenge durch die verengten Lungengefäße zu pumpen, und wird dadurch auf Dauer geschwächt.

Hauptsächlich betroffen sind Personen zwischen 50 und 65 Jahren, bei Frauen tritt PAH häufiger auf als bei Männern. Die Symptome sind vielfältig und unspezifisch, sie könnten auch auf andere Erkrankungen schließen lassen. Die Sauerstoffaufnahme im Blut ist reduziert, dadurch entstehen unter anderem Müdigkeit, Atemnot oder Erschöpfung (Fatigue). Ebenso können Schmerzen in der Brust, Husten und Kreislaufprobleme Auswirkungen der Erkrankung sein.

LTP001 ist ein Molekül, das dabei helfen soll, die zuvor genannten Umbauvorgänge in den Lungengefäßen zu vermindern. Es wird vermutet, dass dadurch der Krankheitsverlauf der pulmonal-arteriellen Hypertonie positiv beeinflusst werden kann.

  • LTP001 – Prüfmedikament: befindet sich in klinischer Erprobung und ist noch nicht für die Behandlung von PAH zugelassen. Es wurde bisher in klinischen Studien an 64 gesunden Erwachsenen untersucht.

Zu vielen Wirkstoffen wurden bereits Studien durchgeführt. Die Informationen aus bereits abgeschlossenen Studien können weitere Informationen zur Wirkung von Prüfmedikamenten geben. Sofern Studienergebnisse zum Prüfmedikament LPT001 verfügbar sind, können Sie diese hier einsehen. Bitte geben Sie dazu im Suchfeld „Wirkstoff“ LTP001 ein.

Erfahren Sie hier mehr über die Entwicklung von Medikamenten im Rahmen klinischer Studien.

Im Rahmen der Studie wird LTP001 mit einem Placebo (Medikament ohne Wirkstoff) verglichen. Die bisherige Therapie wird während des Studienverlaufs weitergeführt. Welche Behandlung im Fall einer Teilnahme verabreicht wird, entscheidet der Zufall, wie beim Werfen einer Münze (dieses Verfahren wird Randomisierung genannt).

Die Wahrscheinlichkeit, LTP001 zu erhalten beträgt 75% (Chance 3:1).

Details zur Medikamentengabe im Rahmen dieser Studie werden in „Wie wird diese Studie durchgeführt (Studiendesign)?“ erläutert.

Der Zweck dieser Studie ist es, herauszufinden, ob die Prüfmedikation LTP001 sicher, gut verträglich und wirksam ist. Zudem wird der Einfluss von LTP001 auf die Veränderung des Gefäßwiderstandes in der Lunge untersucht.

Die Studie unterteilt sich in folgende Abschnitte:

  • Eingangsuntersuchung: es wird geprüft, ob die Studie im Detail für die an der Teilnahme interessierten Personen geeignet ist. Diese Phase kann bis zu 8 Wochen dauern.
  • Behandlungsphase: Sind alle Teilnahmevoraussetzungen gegeben, werden die Patient*innen nach dem Zufallsprinzip (Randomisierung) in 2 Behandlungsgruppen eingeteilt:
    • Gruppe 1: erhält das Prüfmedikament LTP001
    • Gruppe 2: erhält ein Scheinmedikament (Placebo)

Alle Teilnehmer*innen werden gebeten, morgens auf nüchternen Magen 2 Kapseln des ihrer Gruppe entsprechenden Studienmedikaments einzunehmen. Die Patient*innen wissen nicht, welchen Wirkstoff sie erhalten.

Sollte es aus medizinischen Gründen notwendig sein, kann das Studienpersonal herausfinden, welches Medikament verabreicht wurde.

Informationen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Studienteilnehmer*innen das Studienmedikament erhalten, finden Sie unter „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das Studienmedikament zu erhalten?“.

Alle Behandlungstermine (Visiten) werden am Studienzentrum durchgeführt.

  • Nachbeobachtungsphase: der Gesundheitszustand der Teilnehmenden wird weiterhin beobachtet, ohne dass eine Medikamentengabe stattfindet.

Im allgemeinen Teil dieser Webseite finden Sie viele weitere Informationen zur Studienteilnahme. Sie finden u.a. Antworten auf die häufigsten Fragen und erfahren, was Patient*innen bei Teilnahme an einer klinischen Studie erwartet.

Die Studienteilnahme dauert etwa 9 Monate. Die teilnehmenden Personen werden gebeten, in regelmäßigen Abständen an das Studienzentrum zu kommen. Insgesamt sind etwa 9 Visiten, die jeweils etwa 3 Stunden dauern, vorgesehen. Weitere Besuche können erforderlich sein, wenn es von ärztlicher Seite oder aus Patient*innensicht für nötig erachtet wird.

Bei fast allen klinischen Studien gilt: weibliche Studienteilnehmerinnen oder Partnerinnen von männlichen Studienteilnehmern dürfen nicht schwanger werden und eine sichere Verhütungsmethode muss angewendet werden.

Warum ist das so wichtig? Ein ungeborenes Kind ist während seiner Entwicklung im Bauch der Mutter ganz besonders empfindlich. Medikamente können Schäden an einem ungeborenen Kind verursachen.  Medikamente können auch das Sperma schädigen und dadurch bei der Zeugung eine Schädigung des ungeborenen Kindes bewirken.

Da die Gesundheit des ungeborenen Kindes bei der Einnahme eines Studienmedikaments sowohl auf der Seite des Vaters, als auch auf der Seite der Mutter nicht garantiert werden kann, darf es während der Studienteilnahme nicht zu einer Schwangerschaft kommen.

Eine zuverlässige Form der Verhütung ist daher Voraussetzung für die Studienteilnahme. Schwangere und stillende Frauen, oder Frauen mit starkem Kinderwunsch, dürfen zu ihrem eigenen Schutz nicht an klinischen Studien teilnehmen.

Für diese Studie sind folgende Verhütungsmethoden zugelassen:

  • Völlige Abstinenz (Verzicht auf Geschlechtsverkehr) für die gesamte Studiendauer
  • Sterilisation (bereits erfolgt) der Frau oder des Partners
  • Spirale (Kupfer oder Hormon)
  • Barriere-Verhütungsmethoden, wie z.B. Kondom, Portiokappe oder Intrauterinpessar

Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema.

Eine Teilnahme ist möglich,

  • für Erwachsene ab 18 bis 75 Jahre
  • mit der Diagnose pulmonale arterielle Hypertonie
  • für Patient*innen mit einer PAH-Krankheitsgeschichte gemäß einer der folgenden Untergruppen der klinischen Klassifikationsgruppe 1 der WHO
    • Idiopathische pulmonal arterielle Hypertonie (IPAH)
    • hereditäre pulmonal arterielle Hypertonie
    • angeborene Herzkrankheit (mindestens 12 Monate vor Screening operativ korrigiert)
    • Arzneimittel- und Toxin-induzierte PAH (z.B. durch Anorektika- oder Methamphetamin- Einnahme)
  • mit stabiler Standardtherapie seit mindestens 6 Wochen vor den Untersuchungen zur Studienaufnahme. Mögliche Standardtherapien: Prostacyclin-Analoga und Rezeptor-Agonisten, Endothelin-Rezeptor-Antagonisten, Phosphodiesterase Typ 5-Inhibitoren oder Stimulatoren der löslichen Guanylatcyclase

Eine Teilnahme ist unter anderem nicht möglich

  • für Patient*innen mit einer PAH-Krankheitsgeschichte gemäß einer der Untergruppen der klinischen Klassifikationsgruppen 2-5 (WHO) und alle Untergruppen der PAH-Gruppe 1, die nicht oben erwähnt sind
  • für Patient*innen mit Linksherzvorerkrankungen, chronischer Linksherzinsuffizienz, angeborenen oder erworbenen Herzklappenerkrankungen, die linke Ventrikelfunktion betreffend und/oder pulmonal venöse Hypertonie bzw. symptomatische Koronarerkrankungen
  • für Patient*innen mit obstruktiver Lungenerkrankung, sowie mit moderater oder schwerwiegender restriktiver Lungenerkrankung
  • mit der Diagnose Multiple Sklerose
  • wenn keine wirksame Empfängnisverhütung stattfindet
  • falls eine Schwangerschaft besteht oder gestillt wird.

Über die genauen Teilnahmevoraussetzungen, Wesen, Bedeutung, Risiken und Tragweite der Studie informiert die Studienärztin / der Studienarzt eines Studienzentrums. Eine Studienteilnahme ist nur mit der freiwilligen Einwilligung der Interessent*innen möglich. Die Studienärztin / der Studienarzt entscheidet jedoch, ob die Studienteilnahme der einzelnen Personen aus medizinischer Sicht möglich ist. Diese Entscheidung wird anhand aller medizinischen Vorgaben getroffen, die für jede Studie genau festgelegt sind.

Nach Studienende haben Patient*innen verschiedene Möglichkeiten, die sie frühzeitig mit der Studienärztin / dem Studienarzt besprechen sollten. Unter anderem besteht die Mögichkeit einer Weiterbehandlung im Rahmen einer Extensionsstudie im Anschluss an diese Studie. Hier finden Sie zusätzliche Informationen zum Thema.

Durch Ihre Teilnahme an dieser klinischen Studie entstehen für Sie keine zusätzlichen Kosten.

Sie erhalten eine Entschädigung für Reiseaufwendungen, sowie eine Aufwandsentschädigung für Ihre Zeit, die Sie für die Untersuchungen am Studienzentrum investieren.

Hier finden Sie weitere Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Studienteilnahme.

Die Studie wird an den unten genannten Studienzentren durchgeführt. Über den Button „Studienzentrum kontaktieren“ können Sie das gewählte Studienzentrum anschreiben. Es wird sich danach zeitnah eine Kontaktperson des Studienzentrums bei Ihnen melden. Sie entscheiden selbst, ob diese Kontaktaufnahme lieber telefonisch oder per E-Mail erfolgen soll. Novartis hat keinerlei Zugriff auf oder Einsicht in die Daten dieser Kontaktvermittlung.

Nach der ersten Kontaktaufnahme über die Webseite sind die nächsten Schritte normalerweise:

  • Kurzes Telefongespräch mit dem Studienzentrum: anhand von Fragen zu Ihrer Krankheitshistorie wird grob vorgeprüft, ob die Studie für Sie geeignet sein könnte. Verläuft das Telefonat positiv und haben Sie weiterhin Interesse, folgt
  • Termin für ein Erstgespräch am Studienzentrum: Sie erfahren alle Details zur Studie, können Ihre Fragen mit der Studienärztin / dem Studienarzt besprechen, ggf. werden notwendige Vorabuntersuchungen durchgeführt.

Ihre Anfrage, Gespräche und Termine stellen keine Verpflichtung dar, an der Studie teilzunehmen. Eine Studienteilnahme ist immer absolut freiwillig und bedarf einer schriftlichen Einwilligung. Wie eine Studienteilnahme genau zustande kommt, erfahren Sie hier.

Ansprechpartner für diese Studie ist immer die Studienärztin / der Studienarzt des Ihnen am nächsten gelegenen Studienzentrums. (s. Liste unten).

Allgemeine Fragen zur Studie beantwortet auch der Medizinische InfoService von Novartis (Kontaktdaten s.u.).

Bitte beachten Sie jedoch: Novartis als Auftraggeber der Studie (Sponsor) darf aufgrund gesetzlicher Vorgaben keine Beratung von Patienten zu klinischen Studien vornehmen, sondern kann nur allgemeine Informationen, wie Ablauf oder Durchführungsort beantworten. Alle darüber hinausgehende Fragen können nur von der Studienärztin / vom Studienarzt beantwortet werden. Erfahren Sie hier mehr zu den Beteiligten einer Studie und ihren Verantwortlichkeiten.

Novartis Medizinischer InfoService
Kennwort „PAH“
Roonstraße 25, 90429 Nürnberg
Tel.: 08 00-54 55 000 (kostenfrei)
Servicezeiten: Montag-Freitag von 8-18 Uhr
E-Mail: infoservice.novartis@novartis.com

Studienzentren in Ihrer Nähe

Hier finden Sie eine Übersicht aller aktuellen Studienzentren.

Sollte kein Zentrum in Ihrer Nähe gelistet sein, wenden Sie sich bitte an den Medizinischen InfoService von Novartis (siehe “Ich habe weitere Fragen, an wen kann ich mich wenden?”), da sich bei den Zentren u.U. Änderungen ergeben können.

Sollten Sie während der Kontaktphase oder später das Interesse an einer Studienteilnahme verlieren, teilen Sie dies dem Zentrum bitte einfach mit. Das ist kein Problem und bedarf keiner Erklärung.

Termine sind mit hohem Aufwand für die Studienzentren verbunden. Bitte nehmen Sie sie zuverlässig wahr, oder sagen rechtzeitig ab (mind. 48 h vorher). Sie müssen Ihre Absage nicht erklären.

 

In diesem Postleitzahlen-Bereich steht kein Studienzentrum zur Verfügung. Sofern ein weiterer Anfahrtsweg für Sie keinen Hinderungsgrund darstellen sollte, prüfen Sie bitte die angrenzenden Postleitzahl-Bereiche.

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Novartis Pharma AG ist Auftraggeber (Sponsor) der Studie.

Die Studie ist von der zuständigen Ethikkommission zustimmend bewertet und von der zuständigen Behörde genehmigt worden.

Diese Studie war nicht für Sie geeignet?

Sehen Sie hier Studien anderer Auftraggeber (Sponsoren), für welche aktuell Patient*innen gesucht werden.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Informationen um Angaben von einer öffentlich verfügbaren externen Webseite handelt. Für deren inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt Novartis keine Gewähr.

Name der Studie
Erkrankung
Behandlung
  • Primary Pulmonary Arterial Hypertension
  • Chronic Thromboembolic Pulmonary Hypertension
  • Drug: Riociguat
  • Pulmonary Arterial Hypertension (PAH)
  • Drug: Riciguat Group
  • Drug: Macitentan Group
  • Oxygen Deficiency
  • Pulmonary Arterial Hypertension
  • Drug: Oxygen

Es werden 3 von 20 Ergebnissen, ausgenommen Novartis Studien, angezeigt. Details zu den gelisteten Studien sowie weitere Ergebnisse sind auf der Website ClinicalTrials.gov zu finden.

Ergebnisse auf ClinicalTrials.gov ansehen

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