Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Welche Erkrankungen werden in dieser Studie untersucht?

Für diese Studie werden Patienten gesucht, die an einer der drei folgenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden:

Herzinfarkt /Myokardinfarkt

Dabei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung von Teilen des Herzmuskels. Verursacht wird er in vielen Fällen durch Blutgerinnsel in den großen Versorgungsgefäßen des Herzens, den sog. Herzkranzgefäßen. Die Herzkranzgefäße versorgen das Herz mit Sauerstoff. Verschließt ein Blutgerinnsel (Thrombus) eines dieser Herzkranzgefäße, können Teile des Herzmuskels nicht mehr mit Blut versorgt werden. Der nicht mehr versorgte Muskelteil kann sich in der Folge nicht mehr zusammenziehen, um an der Pumparbeit des Herzens mitzuwirken.

Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt) wird begünstigt durch Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße. Sie verengen die Herzkranzgefäße, man spricht auch von Gefäßverkalkung oder Atherosklerose. Symptom für einen Herzinfarkt kann zum Beispiel ein plötzlicher, starker und stechender Schmerz in der Brust sein, der oft linksseitig auftritt und bis in den Arm oder Kiefer ausstrahlt. Die Chancen, den Myokardinfarkt oder auch Herzanfall gut zu überstehen, steigen, je schneller eine Behandlung erfolgt.

Schlaganfall /Hirnschlag

Als Schlaganfall, auch Gehirnschlag oder Hirnschlag, wird ein plötzlicher Sauerstoffmangel durch eine Durchblutungsstörung des Gehirns bezeichnet. Die Durchblutungsstörung kann entstehen

  • aufgrund eines Blutgerinnsels (Thrombus) im Gehirn, also durch Minderdurchblutung. Dann handelt es sich um einen ischämischen Schlaganfall.
  • aufgrund eines geplatzten Blutgefäßes im Gehirn, wodurch es zu einer akuten Hirnblutung kommt. Dann handelt es sich um einen hämorrhagischen Schlaganfall.

In beiden Fällen können die von der Blutversorgung abgeschnittenen Nervenzellen nicht mehr oder nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Es gibt unterschiedliche Symptome, die plötzlich auftreten und auf einen Schlaganfall hinweisen können, unter anderem folgende:

  • Orientierungs- und Bewusstseinsstörungen
  • Taubheitsgefühl, Lähmung oder Schwäche in Gesicht, Arm, Bein oder einer Körperhälfte
  • Schluckstörungen
  • Sprach- oder Wortfindungsschwierigkeiten
  • Gleichgewichtsprobleme, Schwindel und nicht mehr Geradeaus laufen können

Wichtig beim Verdacht auf einen Hirnschlag ist die schnelle Reaktion und das unmittelbare Absetzen eines Notrufs. So besteht die Möglichkeit, durch das Auflösen des Blutgerinnsels das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren.

Schaufensterkrankheit (PAVK)

Bei der PAVK, kurz für periphere arterielle Verschlusskrankheit, werden die Beingefäße durch Kalk- und Fettablagerungen („Atherosklerose“) verengt. Dadurch verschlechtert sich die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung in den Beinmuskeln. In Situationen, in denen die Beinmuskulatur vermehrt Sauerstoff benötigt, wie beispielsweise bei körperlicher Anstrengung, verursacht dies starke Schmerzen in den verengten Blutgefäßen, die wieder nachlassen, sobald die Anstrengung nachlässt.

Daher bleiben die Betroffenen, sobald sie in Bewegung sind, immer wieder stehen. Aus Scham über die unnatürlich häufigen Gehpausen versuchen sie diese als Schaufensterbummel zu kaschieren, indem sie stets vor Geschäften stehen bleiben. Daher der Name Schaufensterkrankheit.

Im frühen Stadium lässt sich die PAVK oft gut behandeln. Im späteren Erkrankungsverlauf können diese Schmerzen auch in Ruhe auftreten, meist hilft zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Operation. Da nicht nur die Beingefäße, sondern auch andere Gefäße im Körper betroffen sein können, besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Lipoprotein(a), auch Lp(a) genannt, ist ein solcher Marker, welcher mit einem erhöhten Risiko für Gefäßverkalkungen assoziiert ist. Durch die Untersuchung hofft man, diesen Marker zukünftig genauer zu verstehen als auch die geografische Verteilung des Markers besser charakterisieren zu können.

Lipoprotein(a) oder Lp(a) ist ein Eiweiß, das ähnlich wie LDL (Low Density Lipoprotein, „böses Cholesterin“) für den Transport von Fetten im Blut sorgt. Dadurch kann eine Ablagerung von Cholesterin an den Gefäßwänden gefördert werden, was in der Folge die Entstehung der oben genannten Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, PAVK) begünstigt.

Die Blutkonzentration des Lp(a)-Spiegels ist weitgehend genetisch vorgegeben und kann nicht durch Ernährung, körperliche Aktivität oder sonstige Lebensstiländerungen verändert werden.

  • Es werden Informationen über Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und über relevante Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall oder periphere Arterienerkrankung) des Teilnehmers erhoben.
  • Wenn der Teilnehmer an einer dieser Erkrankungen leidet, wird der Studienarzt die entsprechende Krankenakte prüfen.

Falls keine LDL-Cholesterin-Blutwerte (‚böses Cholesterin‘) aus dem letzten Jahr, oder Lipoprotein(a)-Blutwerte aus den letzten 5 Jahren vorliegen, werden dem Patienten etwa 2ml Blut entnommen.

Nach Prüfung der Laborwerte können die Patienten im Verlauf zu einer zukünftigen Studie mit einer neuen Behandlung für Patienten mit sehr hohem Lipoprotein(a)-Spiegel eingeladen werden. Falls die Teilnahme an der neuen Studie nicht angeboten wird, ist damit die Studienteilnahme abgeschlossen.

Die Studienteilnahme dauert voraussichtlich 1-2 Stunden. Die Teilnehmer können die Studie noch am gleichen Tag abschließen, an dem sie der Teilnahme zustimmen.

Eine Teilnahme ist möglich, wenn einer der folgenden Herz-Kreislauferkrankung vorliegt:

  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Periphere Arterienerkrankung (PAVK, „Schaufensterkrankheit“)

Eine Teilnahme ist nicht möglich, wenn

  • Patienten bereits an einer anderen Studie mit einer Prüfsubstanz teilnehmen

Über die genauen Ein- und Ausschlusskriterien der Studie informiert der Studienarzt eines Studienzentrums, der gemeinsam mit den Studienteilnehmern über die Teilnahme an der Studie entscheidet.

Durch die Teilnahme an der klinischen Prüfung entstehen Studienteilnehmern keine zusätzlichen Kosten. Die An- und Abreisekosten werden je nach Aufwand erstattet. Alle studienbedingten Maßnahmen (Laboruntersuchungen, Patientenberatung etc.) werden vom Auftraggeber der Studie bezahlt.

Hier finden Sie weitere Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die  Studienteilnahme.

Aufgrund der großen Nachfrage, können vorübergehend keine neuen Anfragen für eine Teilnahme an dieser Studie angenommen werden. Bitte beachten Sie:

  • Novartis hat keinen Einfluß auf die Studiendurchführung an den Zentren und kann diese nicht beschleunigen.
  • Keine Warteliste: Weder Novartis, noch die Studienzentren können eine Warteliste führen oder Anfragetermine vormerken.

In den kommenden Wochen werden die Studienzentren wieder Vorgespräche und Voruntersuchungstermine durchführen können. Zu diesem Zeitpunkt können die Zentren dann auch wieder direkt über diese Webseite kontaktiert werden.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihr einstweiliges Verständnis und Ihre Geduld.

Sie verlassen jetzt unsere Webseite. Dieser Link führt Sie zu einer Webseite eines anderen Anbieters, für die wir nicht verantwortlich sind.

zurück

Bookmarks erstellen

Desktop – Chrome/Firefox

Um in Chrome oder Firefox ein Bookmark zu erstellen klicken Sie auf das Stern-Symbol oben rechts im Browser.

Mobile – Chrome/Firefox

Um in Chrome oder Firefox ein Bookmark zu erstellen klicken Sie erst auf die drei Punkte im rechten oberen Bereich und anschließend auf das Stern-Symbol im erscheinenden Menü.